Segler-Vereinigung Geesthacht e.V.

...wir peilen die Zukunft!

Mit den Dickschiffen und IRRE! auf der Ostsee

Am Morgen des 29. versammelten wir uns mal wieder entschieden zu früh gegen 7:30 Uhr am Clubhaus und verluden mehr oder weniger fit den 420er mit viel Gezicke und Gemurre, aber keiner war so wach, als dass es zu einer Prügelei hätte kommen können ;-)

Schließlich schachtelten sich alle in die Autos und die Horrorfahrt (die man ja schon gewohnt ist) nahm ihren Lauf wie jedes Jahr – zum Schlafen kam man auf jeden Fall nicht, denn Schlaf bedeutete gleichzeitig Quälereien von Sitznachbarn und Mobbing von allen Mitfahrenden Smile Als wir gegen 10 Uhr ankamen, waren wir um einige Nerven beraubt, dafür hatten wir auf dem Weg jedoch noch Kaffee und Marmelade ergattert und konnten so halbwegs beruhigt zu überleben, alles verladen und aufklaren. Hauke spendete IRRE! noch Spie-Tape, das später dazu beitragen sollte, dass der 420er ganz gut abging :-D

So holten die Dickschiffe uns von der Slipanlage (die angeblich rutschig ist – so zumindest Simones und Marzells Erfahrung, die uns freundlicherweise IRRE! zu Wasser ließen) und wir zogen vor dem Wind lässig durch die Trave (naja, ab und an hätte uns FAST die Unentspanntheit eingeholt, wenn mal so eine lästige TT-Line vorbei wollte) bis uns draußen ein klein bisschen der Größenwahn packte und wir den Spie im vollen Bewusstsein darüber, dass er auf der falschen Seite gepackt war, zogen – es gab ja nur zwei Möglichkeiten: entweder er würde schön auswehen oder er weht eben in die Fock. Ok, wir haben mal wieder die suboptimale Möglichkeit abbekommen, aber irgendwie haben wir es dann doch noch geschafft. Leider klappte uns nach einem nur sehr kurzen Moment das Ruderblatt hoch, was dazu führte, dass wir nicht nur einmal kurz vor'm Kentern standen und es dann natürlich doch graziös wie Panzer schafften Smile

Nach einem langen, anstrengenden Salzwasserdusche im Neopren (und zwischenzeitlichem Vollbad) ging es wieder zurück, sodass wir gerade aufgeklart hatten, als das Gewitter anfing und wir uns zu den Brownies unter Deck verzogen ;-)

Der einzige Grund, warum wir uns später wieder raus bewegten war die Aussicht auf einen trockenen Jugenraum, in dem wir dann auch Kochen und teilweise Schlafen konnten. Bis dahin dauerte es noch einige Zeit, aber irgendwann waren alle auf die Schiffe abgezogen und nur noch der Romme-Kampf ging bis auf's Blut weiter ;-)

Irgendwann legten sich dann aber auch die Letzten hin und hatten dann je nach Tiefe des Schlafes noch mehr oder weniger viel Erholung, bis gegen 5 Uhr die ersten Quälgeister Lust auf Höhle-Bauen hatten. So gab es dann schon recht früh Frühstück und anschließenden Hausputz und Umpacken des Gepäcks.

Am späten Vormittag legten wir dann nochmal ab und ankerten schließlich vor dem Travemünder Strand zum Baden, 420er Segeln und Unterwasserschiffputzen, bis der Himmel sich wieder zuzog und wir uns auf den Rückweg machten.

So kamen wir mittags an und klarten bei strömendem Regen alles auf, verluden den 420er und schmierten uns die letzten Brote, bis wir endlich in die warmen Autos steigen konnten und uns auf eine amüsante Rückfahrt machten, während der selbstverständlich mal wieder nicht an Schlaf zu denken war. ;-)

 

Insgesamt ein tolles Wochenende mit wenig Schlaf aber dafür viel Spaß auf und im Wasser! Smile

…. mit den Dickschiffen und den 420ern vom 30. bis 31. August.

Am Samstag ging es morgens um 7:00 Uhr (noch ziemlich schläfrig) am Verein los.Die Masten waren glücklicherweise schon gelegt, sodass man nur noch verladen musste und dann eigentlich im Auto hätte schlafen können. Jeder hat sein Bestes getan das zu verhindern….Alex hat Vorträge über Emanzipation gehalten, Marzell ein Klo gefordert, Lena wollte patou nicht ins Kinderland und der unterschiedliche Fahrstil unterschiedlicher Personen ist auch ausschlaggebend für die Harmonie morgens um 8 in einem Auto gewesen.
Außerdem sind Kindersicherungen und Spaghetti- bzw. Brotmengen von großem Interesse, genauso wie das Essverhalten von mir. Ja, vier Scheiben Brot Sonntags zum Frühstück sind einfach zu viel.
Nach einer Autofahrt, mit Musik von “Bob der Baumeister” (zur Begeisterung der Kleineren - selig sind die geistig Armen!) waren mindestens zwei Leute froh auch reifere Mitmenschen wiederzutreffen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Hauke und Lutz an Bord wurden die 420er aufgeriggt, damit es am späten Vormittag endlich losgehen konnte.Niko und Michel wurden von Hauke, bei ihm an Bord er selbst, Alex und Simone, an den Haken genommen, die Tsunami, an Bord Lutz, Marzell, Lena und Catha, hat Fredi und mich aus dem Hafen geschleppt. Draußen wurden noch schnell die Getränkevorräte von null auf zwei aufgestockt - leider vergaßen wir vorerst viel wichtigere Dinge wie ESSEN! - damit es dann frisch gestärkt losgehen konnte.
Der Wind war leider nur mäßig und die Jungs waren in ihren Badeshorts doch besser bedient als manch andere Mädchencrew, die sich vorsorglich in Neoprenanzüge gekleidet hatte. Wir wollen an dieser Stelle mal besser keine Namen nennen um Spott zu vermeiden…

Bei Hunger wurde eines der Dickschiffe angelaufen und gebunkert, wobei man bei den 420er Seglern in zwei Kategorien unterteilen muss:

1.)Die Doofen,die immer bei einem Boot bleiben und dementsprechen die EINfache Menge an Essen bekommen.

2.) Die Gewieften.
die ein Pendlerleben führen und so die ZWEIfache Menge an Essen bekommen.
Bei den Versorgern gibt es nur eine Kategorie:
3.)Die Gutmütigen,
die uns jedes Mal bereitwillig und fürsorglich Essen gaben. Danke!
Am Nachmittag segelten wir wieder gen Hafen, allerdings diesmal mit dem Ziel Pönitzer Wiek, in der wir ankertern und auch Hauke sein Können im Trapez beweisen wollte. Außerdem wurden die wehrlosen Mädchen Fredi und ich gezwungen (vielmehr wurde ich gezwungen, Fredi hatte so ihren Spaß) ein Schlauchboot 40 kg über Maximalbelastung zu testen (es war kalt!). Schließlich waren sämtliche Kraftreserven augebraucht, sodass Spaghetti und Tomatensoße mit Corned Beef, aber sogar der Rasenschnitt OHNE Fleischeinlage schnell aufgegessen waren.
Fredi, Niko und Michel hatten bald wieder zu viel Kraft, sodass sie bei recht minderwertigem Wind für einen Klogang nochmal mit einem der 420er loszogen. In der Zwischenzeit wurde die Dampferleuchte der Tsunami “repariert” (funktioniert indem man die alte Leuchte einmal testet; feststellt, dass sie doch funktioniert; sie trotzdem ausschraubt; eine neue einsetzt; die nicht funktioniert; sie wieder ausbaut; die alte wieder einbaut; die auch nicht mehr funktiniert; man die alte ein paar Mal ein- und ausbaut; sie wieder funktioniert) und nebenbei noch ein paar Fotos geschossen, die Höhe war jedoch ab einem gewissen Bewegungsgrad, der durch die Lena, Catha und Marzell, die gerade ihre lustigen fünf Minuten hatten erzeugt wurde, etwas beängstigend…
Der Abend verging schnell mit Uno und Versuchen eine Gitarre zu spielen. Alex wurde auch abgefüllt, sodass er keine Zweifel am moralischen Wert dieser Veranstaltung mehr melden konnte und die Stimmung ist immer weiter gestiegen, während das Niveau ist stetig sank.

Am nächsten Morgen (nach einer etwas unruhigen Nacht - Lena und Catha waren sich mit dem Platz nicht so ganz einig, Fredi musste mehrmals trinken und sich drehen und Marzell bewegte sich zwar weitesgehend nicht, erfreute uns allerdings auf akustische Art und Lutz kann mit extremer Morgenaktivität glänzen…) gab es ein ausgedehntes Frühstück, viel Kaffee und eine große Menge an Unmotivation sich jetzt körperlich zu betätigen.

Schließlich ging es dann aber doch los und auch wenn der Wind vorerst eher enttäuschend war, waren wir draußen dann doch ganz froh, dass es nicht mehr war, auch so hatten zumindest die Mädels ganz gut zu tun. Am Wind konnten wir am Strand entlang, um dann nach einigen Schwierigkeiten bei den Jungs wieder gen Hafen zu segeln. Die 420er wurden dann wieder klar gemacht, um transportbereit zu sein, wenn Peter eintreffen würde. Das sich das noch etwas verzögerte störte auch nicht weiter, schließlich hatten wir noch allerhand Fressalien, wenn auch mehr Belag als Brot vorhanden war, sodass wohl oder übel die ein oder andere Wurstpackung OHNE Brot gegessen werden musste 
Nach einem Rückweg mit angeblichem Stau (wir standen kein einziges Mal, DAS WAR KEIN STAU!) waren alle müde und froh wieder zuhause zu sein und ihren Muskelkater aushalten zu dürfen…