Segler-Vereinigung Geesthacht e.V.

...wir peilen die Zukunft!

Winterarbeit auch für die Jugend

Da es das Wetter bereits häufiger zugelassen hat, haben wir mit der Bootspflege der Optimisten begonnen. Pünklich zu Wassertemperaturen der Elbe, die ein segeln ohne Trockenanzug möglich machen,wollen wir fertig sein.

Acht neue Optisegel

Große Freude beim Nachwuchs der Segler Vereinigung Geesthacht!

Am  Dienstag den 21. Juni 2011, übergab der 1. Vorsitzende des SVG, Hauke Haberlandt, die acht brandneuen Optisegel an die Kinder und Jugendlichen des Vereins. Mit dem Kauf der neuen Segel wurden optimale Bedingungen geschaffen, um das Segeln zu erlernen und bei der Teilnahme an zukünftigen Regatten die Nase ganz weit vorn zu haben. Dem Vorstand ist es außerdem wichtig, die Jugendabteilung mit gutem Material auszustatten.

In den letzten Wochen hat sich die Anzahl der "Optikinder" mit 14 mehr als verdoppelt - ein untrügliches Zeichen dafür, dass Geesthachts Jugend nicht nur an, sondern auch auf die Elbe will! "

Übergabe der neuen Segel

Segelwochenende auf der Ostsee 2010

Wie jedes Jahr war auch dieses Jahr wieder ein Segelwochenende auf der Ostsee geplant und mit viel Anstrengung wurden auch alle Termine so verlegt, dass wirklich jeder, der mit wollte die Chance bekam. Dieses Jahr konnte nur Hauke auf der Bannerouge mitkommen, da Lutz' Schiff nicht im Wasser war. Vielmehr hätte nur Hauke nur mitkommen können – doch auch das wurde durch einen Crash am vorigen Wochenende verhindert. Mit noch mehr Anstrengung schaffte Olli es dann doch noch ein zweites Motorboot zu beschaffen und konnten am Samstag mehr oder weniger entspannt oder doch gestresst aufbrechen. Olli fuhr den Kinderbus samt Christoph; Hauke, Simone, Maike und Caro bildeten den Schlafwagen, Alex und Fredi brachten IRRE! nach Travemünde und Lutz und Niko verlebten eine (schöne?) Vater-Sohn-Fahrt. WeckenIn Travemünde angekommen wurde der Jugendraum mit Taschen, Schlafsäcken und Isomatten gefüllt, eine letzte Stulle gegessen und dann Neoprenanzüge, Regensachen und Schwimmwesten angezogen um möglichst bald auf's Wasser zu kommen. Den Opti-Trailer hatte Marzell schon am Vorabend nach Travemünde gebracht und so segelten fünf Optis und zwei 420er auf die Ostsee. Die Motorboote versorgten alle mit reichlich Essen und Hauke hatte großen Spaß an der Nutzung des Megafons. Der Wind wehte mit entspannten 3-4 bft und so wirklich auf ihre Kosten kamen Niko und Caro erst in der kurzen Regensequenz, auch wenn Caro um ihr Leben fürchtete während Niko sich nicht dazu bereit erklärte das Großsegel zu fieren Smile Die Optikids waren in der Nähe von dem ankernden Motorboot von Bjanes Großeltern einen Up-and-Down Kurs unter der lautstarken Betreuung von Hauke gesegelt Smile In einem unbedachten Moment (der komische Winddreher, komische Steuermänner, komische Fockschoten und komische Ablenkung durch Motorboote vereinte) testeten Niko und Caro nochmal die Wassertemperatur und entschieden sich im Anschluss trockene, warme Kleidung an Land zu bevorzugen. So konnte ganz entspannt kiloweise das Gemüse für das Abendessen geschnitten werden und die Pilze unauffällig in die für die Kinder „Pilz-lose“ Sauce gemischt werden. Bjane, Tim, Tom, Robin, Marc und Nicolas bauten in der Zwischenzeit ihre Betten auf und beschäftigten sich mit Kissenschlachten und Twister. Auch Hauke und Caro entdeckten Twister für sich, jedoch neigte Hauke zum Umtacklen körperlich Unterlegener. Nach einigen „Ausflügen“ auf den Spielplatz vor der Tür machten wir noch einen Abendspaziergang mit Sprint und Joggen, bis die Kleinen endlich mehr oder weniger müde in ihre Betten verfrachtet werden konnten. Auch der Rest war müde bis todmüde, zwang sich jedoch noch zu einem gemütlichen Beisammensein. Wecken Am nächsten Morgen wussten es einige der Anwesenden zu bereuen nicht schon mit den Kleinen Schlafen gegangen zu sein. Zum Einen hätte ein verfrühtes Einschlafen verhindert durch schnarchende Mitschläfer erst gar nicht einschlafen zu können, zum Anderen hätte es ein wenig mehr Zeit gegeben die Anstrengungen des vorangegangenen Tages ausgleichen zu können. Also holten Simone, Marzell, Bjane und Caro am Sonntagmorgen vollkommen gerädert Brötchen, duschten um den anderen noch etwas Schlafzeit zu gewähren und weckten dann aber alle mit dem Geklapper des Tischdeckens. So waren wir nach einem gemütlichen Frühstück schon gegen kurz vor elf segelfertig und hatten noch einmal tollen Wind für Spi-Cruisen und Actionsailor-Dasein auf der Kreuz. Die Opti-Segler legten schon ein bisschen früher wieder an und fingen vom Steg aus Krebse, Krabben und anderes Meeresgetier, während die zwei 420er gegeneinander antraten, wobei Fredi und Caro (natürlich!!!) haushoch gewannen, aber auch ihnen ging langsam die Kraft aus und es wurde zurück in den Hafen gesegelt. WeckenWie es wohl Tradition ist, schüttete es zum Abschied beim letzten Verzurren der Boote wie aus Eimern und wir stiegen alle nass, müde aber fröhlich in die Autos um wieder zurück nach Geesthacht und Umgebung zu reisen. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Christoph, Simone, Hauke, Lutz und Marzell, die wie jedes Jahr alles gegeben haben um uns ein tolles Wochenende zu ermöglichen,  und Olli, der uns mit viel Stress und Mühe doch noch ein Motorboot organisieren konnte.

Pokalregatta in Oortkaten

Nach langer Überredung und vielen Versprechen und Drohungen ließen sich Caro und Fredi sowie Maike und Niko darauf ein bei der Pokalregatta in Oortkaten zu starten.

Auch wenn sie beinahe die komplette Zeit daran zweifelten zu starten und ein „dns“ oder wenigsten „dnf“ in der Wertung erwarteten, mussten sie und Lutz also am Samstag, den 05.06.2010, die Betten schon sehr früh verlassen – bereits um viertel vor 7 fuhr ihr „Taxi“ nach Oorthkaten. Die Hinfahrt verlief deshalb hauptsächlich im Halbschlaf. In Oortkarten warteten die 420er, die unversehrt die Nacht überstanden hatten, darauf aufgeriggt zu werden und die Regatta mit den vollkommen unerfahrenen Crews zu wagen.
Ein Wagnis waren für Fredi und Caro auch schon die Regattasegel die für große Verwirrung sorgten, schließlich aber doch in unser Herz geschlossen wurden ;-) Allerdings wurde der Spi direkt wieder verbannt, weil die Schothörner für 0-3 Knoten Wind entschieden zu schwer waren... Im Nebel des frühen Morgens stellten die vier noch leicht unausgeschlafen die Masten und riggten die Boote auf. So früh war noch niemand da, erst ab halb 9 wurden andere Segler gesichtet. Nachdem das Startgeld bezahlt war und die Segelanweisungen durchgelesen waren, wurden noch ein paar strategische Starttips ausgetauscht und dann die Boote geslippt.
Noch recht verfroren ging es dann kurz vor halb zehn auf's Wasser und die Crews segelten sich ein bisschen ein, Maike und Niko übten erst mal das Spisegeln, was Maike noch nie gemacht hatte – zum Glück war sie am Steuer. Um 20 vor 10 machten die zwei sich auf den Weg zur Startlinie, es waren bereits viele Boote zu sehen, nur Caro und Fredi konnten Maike und Niko nirgends entdecken, genauso wenig wie den dritten gemeldeten 420er, denn Caro und Fredi hatten beschlossen, dass all das Einsegeln auch nichts mehr bringen würde und versuchten das mit dem Regatta-Segeln einfach mal – kann ja nicht so schwer sein Smile

Die Strecke ging vom Clubcontainer des SC4 die Elbe hoch nach Zollenspieker, wurde jedoch aufgrund des Windes verkürzt.

Maike: Unseren Start hatten wir strategisch perfekt durchgeplant: wir wollten die Startlinie vom Clubcontainer aus Halbwind hoch segeln, beim 4-Minuten-Signal Halbwind zurück und beim 1-Minuten-Signal wieder hoch, dabei den Spinnaker klar machen und mit dem Startsignal direkt an der Startlinie vor den Wind und los. Leider habe ich wohl das ein oder andere Signal verpasst oder falsch gedeutet, sodass wir unsere Superposition am Start nicht nutzen konnten und weit zurückfielen. Caro und Fredi zogen mit einem breiten Grinsen von hinten an uns vorbei…
Nach einer Stunde bei Flaute auf dem Wasser und als letzte aus dem 1. Feld wurde es ziemlich langweilig, zumal Niko und ich mit dem letzten Platz rechneten. Doch da bekamen wir unverhofft eine Bö aus Südwesten und unser Spi zog uns Halbwind wieder ins 1. Feld – wir überholten eine Ixylon und fanden uns bald ziemlich in der Mitte des Jollenfeldes wieder. Bis zur Wendetonne hatten wir den Spi kein einziges Mal geborgen.
An der Tonne selber wurde es eng. Kurz vorher hatten wir sogar Caro und Fredi einmal überholt, doch an der Tonne waren sie direkt vor uns. Die Strömung begann schon wieder abzufließen, sodass ein Katamaran vor „irre!“ große Schwierigkeiten hatte, um die Tonne herum zu segeln. Caro und Fredi fuhren ihm fast hinten rein, Niko und ich fuhren Caro und Fredi ins Heck, da rechts und links von uns auch schon Boote lagen. Nach einer Weile schafften es jedoch alle unter viel Gefluche, irgendwie um die Wendemarke herumzusegeln.
Der Rückweg war sehr angenehm. Wir kamen dank der Strömung sehr schnell voran, außerdem hatte der Wind leicht aufgefrischt und die Wolken sich verzogen. Unterwegs aßen wir noch etwas, da ich schon wieder ziemlichen Hunger hatte (nach über 3 Stunden auf dem Wasser jawohl verständlich). 4 Minuten nach „irre!“ passierten wir mit „idrofobo“ die Ziellinie.
Im Hafen angekommen riggten wir die 402er ab und brachten sie wieder auf den Parkplatz, um die Masten zu legen und die Boote wieder einzupacken. Lutz hatte netterweise unseren Hunger bedacht und uns je 2 Cheeseburger bzw. mir 2 Veggieburger mitgebracht. Nachdem die Boote wieder fertig waren, zogen wir uns um oder auch aus und legten uns auf den Deich. Dabei stellte ich weiße Abdrücke von meinen Kniebandagen fest, was Caro einzig mit einem „übt die punktuelle Auftragung von Selbstbräuner“ kommentierte.

Caro: Tatsächlich hatten wir (Caro und Fredi) einen recht ansehnlichen Start, auch wenn wir dank dem Vergessen auf die Uhr zu sehen, ohne Zeitgefühl mit Spi, der immer kurz vor dem Einfallen war, als viertes Boot über die Startlinie trieben... Maike und Niko waren leider in einem Windloch verschwunden und gerieten für die ersten Kilometer tatsächlich außer Sicht, doch dank eines weiteren Windlochs traf sich das gesamte Jollenfeld kurz vor der Wendemarke wieder. Zwischendrin hatten alle mit einfallenden Spi's, Stacks und Motorbooten zu kämpfen. Doch auch die Flauten wurden galant überbrückt indem packungsweise Kekse und Müsliriegel gegessen, geflucht, gemotzt und gelacht wurden. Die Tide stand bereits gegen uns als wir endlich an der Wendemarke ankamen, sodass es etliche Boote mit Tonnenberührungen gab und alle mehr oder weniger laut fluchten als sie endlich die vorverlegte Bahnmarke hinter sich gelassen hatten. Auch die Kreuz auf dem Rückweg verlief mehr als gemächlich, es war immer noch Zeit den Elbschmutz vom Rumpf zu waschen und mit der Konkurrenz die ebenso in der Flaute trieb zu quatschen. Nach scheinbar endlosen drei Stunden hatten wir uns wieder einen recht ansehnlichen Platz im Feld „erkämpft“, auch wenn die Motivation zu kämpfen zwischenzeitlich am Nullpunkt oder sogar negativen Bereich angelangt war. An der Ziellinie packte uns dann trotzdem der Ehrgeiz die Jollen mit niedrigeren Yardstick-Zahlen hinter uns zu lassen und insbesondere Maike und Niko zu versegeln was uns auch LOCKER :-D gelang. Schließlich waren wir froh uns aus unseren mittlerweile irrsinnig heißen Neoprenanzügen zu schälen und sie endlich gegen leichtere Bekleidung eintauschen zu können.
Trotz quälender Hitze waren die 420er schnell wieder abgeriggt und auf ihren Trailern. Das könnte auch an den stärkenden Cheeseburgern die Lutz uns mitgebracht hatte gelegen haben ;-). Die Siegerehrung brachte doch sehr erfreuliche Ergebnisse zu Tage – IRRE! mit Caro und Fredi lag auf dem 1. Platz, Idrofobo mit Maike und Niko auf dem 2. - in der Gesamtwertung nach Yardstick auf dem 9. bzw. 14. Platz von 30.

 

So war unsere erste Regatta trotz Erschöpfung ein sehr schönes Erlebnis für alle Beteiligten. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal bei allen fahrenden und helfenden Eltern und Marzell, der sich für die Organisation des ganzen Chaos stark gemacht hat bedanken Smile.

- Arschkalt und trotzdem keinen kühlen Kopf bewahrt  -

Am Sonntagmorgen des 13. Dezember fand bei eisigen -2C° die erste Eisarsch Regatta der Jugendabteilung der SVG statt. Gegen 8 Uhr trafen sich die ersten müden Gesichter, machten sofort Glühwein warm und einige stärkten sich mit der Kuchenauswahl, die anderen tranken ihren Glühwein auf nüchternen Magen, was sie später zu bereuen wussten.
Gegen 9 Uhr ging es dann auf die Waage und das Kampfgewicht der diesjährigen Wettfahrt wurde festgestellt - knapp 120 kg, die Maike und Caro nur zusammen auf die Waage brachten, während Lutz und Andreas keinen Ballast an Bord benötigten.
Gegen kurz nach 10 Uhr gab es den ersten Start - Maikes lebendiger Ballast nahm sich Glühwein mit an Bord, andere versuchten mit kühlem Kopf zu taktieren, doch letztlich entschied größtenteils das Glück über Sieg oder Niederlage. Der Wind war eher selten vorhanden, nur ab und an verirrte sich ein Lüftchen bis 2 bft in den Hafen und ließ und langsam durch das eiskalte Wasser dümpeln oder eben auch stehen. Kurz vor der Mittags-Kuchenpause stand dann die Aufstellung für die nächste Wettfahrt fest, die nach einer ausgiebigen Stärkung stattfand. Viele leckere Kuchen, Suppe, Waffeln, Würstchen ( gestiftet von Stadtschlachterei Voss ) und Brot warteten im Clubhaus auf uns.
An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Danke an die fleißig helfenen Küchenfeen Smile
Schließlich kristallisierten sich Niko und Stefan als Finalisten heraus, sodass sie noch ein Matchrace segelten und Niko schließlich als Gewinner aus dieser Regatta hervorging,

Dieser wirklich schöne Tage wurde bei einer weiteren Stärkung zelebriert und die Sieger und Verlierer geehrt.

Ranking:
1. Niko Pouplier
2. Stefan Fleischer
3. Christoph-Arne Maring
4. Lutz Pouplier
5. Friederike Mathiesen
6. Carolin Fritsch
7. Hauke Haberlandt
8. Olli Stubbe
9. Andreas Blasi
10. Jonas Staak
11. Marzell Braun
12. Maike Strecker